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Großes Sparpotenzial

Eine Heizung sorgt nicht nur für angenehme Wärme und Wohnkomfort, sie erzeugt auch – mitunter hohe – laufende Kosten. Durch fachgerechte Ausführung und Planung lassen sich diese minimieren. Das gilt für den Neubau ebenso wie für den Altbau. Dort sind mehrere Millionen Heizanlagen veraltet. Gebäude, die vor 1983 erstellt wurden verbrauchen in Deutschland 90 Prozent der Heizenergie. Die Investition in eine moderne, energiesparende Heiztechnik amortisiert sich innerhalb weniger Jahre, vor allem, wenn sie in ein übergreifendes Sanierungskonzept eingebunden ist.

Wohlige Wärme

In manchen Altbauten bullern die Heizkörper so heiß, dass man sich an ihnen verbrennen kann.

Das entspricht heute nicht mehr den Normen. Denn je heißer der Heizkörper ist, umso mehr Energie geht auch in den Heizleitungen verloren, selbst wenn diese gedämmt sind. Moderne Heizsysteme in Verbindung mit Konvektionsheizkörpern reduzieren die so genannte Vorlauftemperatur und damit die Verluste.

Optimal in dieser Beziehung sind Flächenheizungen. Sie benötigen nur geringe Temperaturen, da sie über eine große Fläche die Wärme abstrahlen. Sie lassen sich sowohl im Fußboden, als auch in Wänden einbauen. Eine Kombination aus Strahlungswärme und warmer Luft – der so genannten Konvektionswärme – erzeugen Fußleistenheizungen. Wichtig ist, dass Heizkörper möglichst nicht abgedeckt und bei Geräuschen entlüftet werden. Beides spart Heizkosten. Und natürlich das Reduzieren der Raumtemperatur. Pro Grad Temperaturabsenkung spart man bis zu sechs Prozent Energie.

komfortabel und flink

Elektrische Heizelemente weisen eine extrem geringe Bauhöhe auf, so dass sie besonders leicht nachgerüstet werden können. Sie sind komfortabel zu regeln und reagieren sehr flink. Seit 2007 für Nachtstrom die Ermäßigung auf die Stromsteuer wegfiel, ist es allerdings teuerer geworden, mit Strom zu heizen.

Sinnvoll sind sie besonders bei der Verwendung für dezentrale Warmwasserbereitung, nachgerüstete Fußbodenheizung, Wärmepumpen und Wohnungslüftung und für jede Form der Nachrüstung, wenn eine entsprechende Heizungsrohranlage nicht vorhanden ist.

Elektrische Heizsysteme spielen ihre Stärke auch dann aus, wenn kein Tank- oder Lagerraum vorhanden ist (für Öl oder Flüssiggas, für Holz oder ähnliches), keine entsprechende Versorgung möglich ist (Ferngas) oder baulich kein Schornstein gestellt werden kann. Je nach Einsatzzweck ist also stets das ideale Heizsystem neu zu wählen.

Wärmeerzeugung

Wird die Wärme nicht im Haus sondern außerhalb erzeugt, spricht man von Nah- oder Fernwärme. Während früher nur große Gebäude an die Fernwärme angeschlossen waren, sind es heute auch kleinere Gruppen, die günstig in der Nähe erzeugte Wärme nutzen. In beiden Fällen gibt es in der Heizzentrale im Keller eine Übergabestation. Die häufigste Wärmeerzeugung ist immer noch das Verbrennen von Gas oder Öl.

Erst moderne Geräte nutzen diese fossilen Brennstoffe optimal und sparen so Energie. Brennwert-Kessel erreichen einen hohen Wirkungsgrad, denn sie kühlen das Abgas herunter, bis das darin enthaltene Wasser kondensiert. So nutzen sie auch diese sonst zum Kamin hinausgeheizte Energie. Zudem schonen sie die Umwelt. Sie sind emissionsarm und erzeugen bei der Verbrennung nur geringe Mengen der Schadstoffe Stickstoffoxid und Kohlenstoffmonoxid. Oft werden diese Geräte mit regenerativen Wärmeerzeugern kombiniert.

Steuerung

Im Hintergrund einer effizienten Heizung arbeitet eine moderne Steuerung. Eine angepasste Kesselsteuerung, moderne Thermostatventile und neue Pumpen senken den Energieverbrauch. Die Stiftung Warentest berichtet, dass sich der Austausch einer stromfressenden Pumpe schon nach zwei bis vier Jahren auszahlen kann. Auch die Nachtabsenkung spielt eine wichtige Rolle, denn wer denkt schon immer daran, im gesamten Haus die Thermostate herunterzudrehen. Eine moderne Steuerung tut das – individuell eingestellt – automatisch.

Zukunftstechnologien

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Brennstoffzellen sind die Zukunftstechnologien in der Wärmeerzeugung. Bei der KWK erzeugt ein Verbrennungsmotor Wärme und Strom für das Haus, vergleichbar mit einem Automotor, der eine Lichtmaschine antreibt. Diese Technik wird schon lange in großen Blockheizkraftwerken (BHKW) eingesetzt und ist nun auch für größere Immobilien ausgereift. Auch die Brennstoffzelle erzeugt Wärme und Strom, allerdings ohne einen sich bewegenden Motor. Nicht nur bei solchen hightech Innovationen ist ein Fachbetrieb unentbehrlich. Er berät kompetent, bemisst realistisch und führt effizient aus.