ARTA - Qualität in jeder Beziehung

Wissenswertes

Neuer klimafreundlicher Textilbeton bauaufsichtlich zugelassen

Textilbeton der Marke TUDALIT® wurde jetzt vom Deutschen Institut für  Bautechnik (DIBt) in Berlin für die Anwendung frei gegeben.

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Seit 01. Mai 2014: Energieausweis ist Pflicht!

Zusätzlich wurde zum 1. Mai die Energieeinsparverordnung (EnEV) nochmals novelliert, um mehr Transparenz zu schaffen.

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Weiterführende Informationen

Der ARTA Wärmedämmrechner

Mit dem ARTA Wärmedämmrechner ermitteln Sie schnell und einfach Ihr Einsparpotenzial durch ein Wärmedämmverbundsystem an der Fassade. Zum Rechner

ARTA - Die Marke im Handwerk

Wärmedämmsysteme

Wärmedämmverbundsysteme

Ein Mehrfamilienhaus  mit einem Wärmedämmverbundsystem im direkten Vergleich vorher/ nacher aus Stuttgart

Wärmedämmverbundsysteme gibt es einige am Markt, selbst für Do-it-yourself´er sind Systeme im Einzelhandel erhältlich. Ein gewagtes Unterfangen, denn ein fachgerecht geplantes und ausgeführtes System erfordert erhebliche Sachkunde - über Bauphysik, Detailanschlüsse (an andere Bauteile oder Baukörper), Befestigungs- systeme, handwerkliche Ausführung etc.

Da ist ein Folge-Schaden schnell produziert - beispielsweise wenn eine ganze Fassadenseite von einem Sturm abgerissen wird und Fachwerkbalken unter dem Wärmedämmverbundsystem zu schimmeln anfangen.

Jedes System hat einen anderen, optimalen Einsatzbereich. Und wie so oft gibt es bessere und schwächere Systeme, wobei letztere ihre Leistungsversprechen oft nicht einhalten. Bei der gewünschten Langlebigkeit eines Wärmedämmverbundsystemes sei daher vor dem allzu schnellen Griff nach "billig, billig, billig erstmal gewarnt. Manche kommen nämlich später teuer.

Zugelassene Systeme

Dämmstoff aus Polystyrol mit und ohne Stufenfalz im direkten Vergleich. Mit Stufenfalz ist die Ebenheit vor allem bei unterschiedlichen Dämmstoffstärken besser herzustellen.

Grundsätzlich erfordert jedes Wärmedämmverbundsystem in Deutschland und Österreich eine Zulassung, die sogenannte "Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung". (In besonderen Fällen kann auch eine "Zulassung im Einzelfall" bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde beantragt werden - die Zulassung muss vor Ausführung erteilt sein).

Eine "Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung" ist der grundsätzliche Nachweis der Verwendbarkeit eines sogenannten "nicht geregelten Bauproduktes" oder einer "nicht geregelten Bauart" nach den Landesbauordnungen.

Bauprodukte oder Bauarten wie Wärmedämmverbundsysteme dürfen entsprechend diesem Nachweis dann verwendet werden, wenn bei Ihrer Verwendung die Bauten, bei sachkorrekter Instandhaltung und für die dem allgemeinem Einsatzzweck entsprechend zu erwartende Einsatzdauer den Landesbauordnungen entsprechen.

Dazu gehören im einzelnen die Aspekte der

  • Standsicherheit
  • Schutz gegen schädigende Einflüsse
  • Gesundheitsschutz und Umweltschutz
  • Brandschutz
  • Wärmeschutz
  • Schallschutz
  • Verkehrssicherheit.

 

Die Musterbauordnung

Die Detailausbildung ist bei Vollwärmeschutz besonders für die Qualität entscheidend.

Zitat aus der Musterbauordnung:

"Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden (§ 3 Abs. 1 MBO)."

Entsprechend dieser Maßgabe dürfen in Deutschland und Österreich Wärmedämmverbundsysteme grundsätzlich nur entsprechend der Zulassung eingebaut werden. Die manchmal unter dem Gesichtspunkt des Dumpingpreises zusammen gemischten Wärmedämmkomponenten entsprechen diesen Anforderungen nicht! Und das geht vor allem zu Lasten des Bauherren, der günstige Preis kann auf Dauer eine Menge Geld kosten...

Die Zulassung sagt jedoch nichts über die qualitative Leistungsfähigkeit des Wärmedämmverbundsystemes aus. Sie ist eher vergleichbar mit der Prüfplakette am KFZ ("Tüv-Plakete" in D oder "Pickerl" in A) und bestätigt die technische Gebrauchstauglichkeit, aber nicht, ob ein Fahrzeug nun 3 oder 13 Liter auf 100 Kilometer braucht.

In Deutschland erteilt die "Allgemeinen bauaufsichtliche Zulassungen" das DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik). In Österreich sind die Zulassungen durch die österreichischen Baustofflisten ÖE und ÖA geregelt.

Weitere Zulassungen für Baustoffe:

  • Auflistung in der Bauteilregelliste A Teil 1 (Ü-Zeichen - für Güteüberwachung)
  • Auflistung in der Bauteilregelliste A Teil 2 für nicht geregelte Bauprodukte ohne wichtige Sicherheitsfunktion
  • PÜZ-Kennzeichen (für Prüfzeugnis, Übereinstimmungserklärung, Zulassung)

Ergänzt werden die Zulassungen zwischenzeitlich auch durch Europäische Zulassungen wie das CE Zeichen (Communauté Européene).

 

Grundsätzliche Unterscheidung

Grundsätzlich macht es Sinn, Wärmedämmedämmverbundsysteme nach drei Kriterien zu unterscheiden:

  1. Nach dem verwendeten Dämmstoff
  2. Nach der Befestigungstechnik
  3. Nach dem eingesetzten Oberflächensystem

 

Dämmstoffe

Sogenannte Steinlamellen bestehen aus unbrennbaren Dämmstoffen, die aus einer Gesteinsschmelze gewonnen wurden.

Hauptsächlich werden heute folgende Dämmstoffe zur Fassadenisolierung bei Wärmedämmverbundsystemen eingesetzt:

  1. Expandiertes Polystyrol (vielen auch unter dem eingetragenen Warenzeichen "Styropor" bekannt).
  2. Extrudiertes Polystyrol
  3. Mineralwolle
  4. Steinlamellen
  5. Mineralschaum
  6. Polyurethanschaum

Seltener eingesetzt werden Dämmstoffe aus Naturprodukten wie

  1. Pflanzenfasern wie Hanf, Kokos oder Schilf
  2. Kork

Innovative Dämmstoffe sind

  1. Vakuumplatten
  2. Solargewinnsysteme (nach dem Eisbärpinzip)

Darüber hinaus gibt verschiedene Dämmstoffe, die bei Vorhangfassaden eingesetzt werden (eine Wetterschale, die auf einer an der Tragwand befestigten Unterkonstruktion befestigt ist, Dämmstoffe, die zur Kerndämmung eingesetzt werden (also innerhalb des Wandaufbaus) wie zum Beispiel im Holzfertighausbau oder bei der (nachträglichen) Isolierung zweischaliger Bauweise (mit sogenannten Vorsatzschalen, bei denen eine zweite Mauer als Wetterschutz vor der eigentlichen Tragmauer steht).

Entscheidend ist, dass es auch bei innerhalb der einzelnen Dämmstoffe erhebliche Qualitätsunterschiede gibt.

Expandiertes Polystyrol

Polystyrol ist nach wie vor die am häufigsten eingesetzte Wärmedämmung bei Gebäuden unter der Hochhausgrenze.

Expandiertes Polystyrol ist der am häufigsten eingesetzte Dämmstoff. Man erkennt Polystyrol leicht an den verbackenen Kugeln, die die isolierenden Luftschichten voneinander trennen. Die Qualität der sogenannten EPS-Produkte ist dabei sehr unterschiedlich.

Polystyrol ist ein thermoplatischer Kunststoff, also ein "Rohölprodukt". Die Rohstoffe sind entsprechend nicht unbegrenzt verfügbar, die Kosten des Materials auch abhängig vom Rohölpreis.

Polystyrol hat in seiner geschäumten Ausführung für den Zweck der Wärmedämmung einige sehr vorteilhafte, aber auch einige nachteilige Eigenschaften.

Geschäumtes Polystyrol ist leicht - mit einer Rohdichte zwischen 30-60 KG pro cbm ist die nachträgliche Befestigung an einer Fassade und einem ausreichend tragfähigen Untergrund nur mittels einem Kleber ohne zusätzliche mechanische Befestigung möglich (abhängig natürlich auch vom Gewicht des geplanten Oberflächenschutzsystems).

Polystyrol ist (noch) ein vergleichsweise günstiger Dämmstoff (Kosten/Dämmleistung).

Mit modernen Werkzeug-Systemen können erfahrene Handwerker mit Polystyrol auch Architektur gestalten - durch Bossen, Rundungen etc. ist eine große Formvielfalt möglich.

Polystyrol ist ein wertvoller Energieträger. Auch wenn Baustellenpolystyrol aufgrund der Verklebung mit anderen Baustoffen im Gegensatz zu Verpackungspolystyrol nicht recycelt wird, ist es als "Zweitnutzung" noch zur Verbrennung geeignet. Besonders bei der Müllverbrennung kann Polystyrol daher ein wertvoller Zusatzstoff sein, um die Zugabe von alternativen Brandförderern (wie Öl) zu minimieren. Der Rohstoff Öl wird gewissermaßen erst mit zeitlicher Verzögerung und einer nützlichen Zwischenfunktion als Dämmstoff energetisch eingesetzt.

Aber:

Aus der energetischen Verwendbarkeit heraus resultiert natürlich auch, dass Polystyrol grundsätzlich brennbar ist (Baustoffklasse B1 = schwer entflammbar). Entsprechend den baulichen Vorschriften sind daher zuätzliche brandschützende Maßnahmen an Gebäuden erforderlich. Der Einsatz von Polystyrol endet denn auch an der so bezeichneten "Hochhausgrenze". Gebäude, die diese Höhe überschreiten dürfen nur "unbrennbar" gedämmt werden.

Im Brandfall setzt Polystyrol neben einer Unmenge Ruß auch Schadstoffe frei.

Polystyrol ist nicht beständig gegen unpolaren Lösungsmitteln - ein wichtiger Hinweis für jeden Hausbesitzer, der sein gedämmtes Haus zu einem späteren Zeitpunkt mit einem entsprechenden "Tiefgrund" vorbehandeln will.

Polystyroldämmplatten wirken wie eine "Trommel" und können lärmverstärkend wirken. Die bei ARTA eingesetzten Systeme sind daher elastifiziert, um diesen Effekt zu minimieren.

Extrudiertes Polystyrol Extrudiertes

Extrudiertes Polystyrol (XPS) entsteht durch Aufschmelzen von Polystyrol und anschließendem Aufschäumen mit Kohlendioxid. Im Gegensatz zu EPS ist es feinporig, die einzelnen Poren sind viel dichter wie bei EPS.

Durch das besondere Herstellverfahren ist XPS deutlich druckfester und wasserdichter. Einsatzbereiche sind daher vor allem Bauteile mit erhöhter Feuchtigkeitsbelastung, also im Sockelbereich, auf Flachdächern etc.

Mineralwolle

Steinwolle ist das Material für unbrennbare Fassadendämmung

Mineralwolle wird - wie der Name schon vermuten lässt - aus Mineralien, genau genommen aus einer Steinschmelze aus Spat, Dolomit, Basalt, Diabas, Anorthosit und weiteren Stoffen unter Zugabe von Brennstoff und Bindemittel hergestellt.

Hierzu wird die Schmelze durch Schleuderverfahren(zentrifugieren), zerblasen oder düsenziehen "ausgefasert". Je nach Verfahren entsteht eine Art Faden oder ein Vlies, welches über ein Förderband abtransportiert wird. In diesem Fall ist das Ergebnis ein "endloses" Vlies, das weiter bearbeitet werden kann. Auf diese Weise werden die mineralischen Faserdämmstoffe meistens direkt in der Verarbeitungsdicke hergestellt.

Das fertige Produkt besteht nun aus gut 90 Prozent künstlicher Mineralfaser, sowie als Bindemittel Kunstharz (wie Phenol, Harnstoff, Formaldehyd und Öl), um die Formbsteändigkeit herzustellen.

Durch die luftige Schichtung hat Steinwolle ein Dämmvermögen, das mit der von textiler Kleidung aus Kunststofffaser (Fleece) vergleichbar ist. Mit dem elementaren Vorteil, das die mineralische Faser nicht brennbar, verrottbar, oder durch Pilze zersetzbar ist. Die "Alterungsbeständigkeit" ist entsprechend exzellent.

Durch das vergleichsweise hohe Rohgewicht und seine "weiche" Schichtung hat Mineralwolle sehr gute akustische Wirkung - ein Plus für Gebäude an viel befahrenen Straßen, Spielplätzen, Zugtrassen etc.

Der besondere Nutzen der Mineralwolle ist die "Unbrennbarkeit" (Baustoffklasse A). In der Fassadendämmung kann Mineralwolle daher (bei bauaufsichtlicher Zulassung) auch über die Hochhausgrenze hinaus als Dämmstoff sicher eingesetzt werden - im Brandfall ist die Personenrettung von außen nicht eingeschränkt.

Steinlamelle

Die Fasern der Steinlammelle stehen senkrecht zur Fassade und sind damit eine relativ druckfeste Wärmedämmung

Steinlamelle besteht aus den gleichen Grundsubstanzen wie Mineralwolle. Der eigentliche Unterschied besteht in der Faserausrichtung der fertigen Dämmplatten.

Bei herkömmlichen Mineralwolleplatten liegen die Fasern im montierten Zustand an der Fassade parallel zur Fassadenwand. Dafür wird das vorproduzierte Vlies "einfach" in breite Stücke (=Dämmplatte) geschnitten und anschließend an der Fassade verlegt.

für die Fertigung von Steinlamellen hingegen werden aus dem endlosen Faservlies schmale Stücke herausgeschnitten und vor der Verarbeitung um 90° Grad gedreht - die Faserausrichtung der fertigen Platte steht daher senkrecht zu Fassade.

Durch diesen raffinierten "Dreh" und die kurzen Fasern erhalten die Platten im montierten Zustand eine hohe Festigkeit - sowohl im inneren Gefüge als auch gegen Druck/Stoß von der fertigen Fassadenseite.

Von Nachteil hingegen ist bei dieser Faserausrichtung, dass eindringendes Wasser wie in einem Pflanzenstängel von der Fassadenseite her regelrecht aufgesogen würde - wenn man die Platten nicht entsprechend vorbehandelt, sprich hydrophobiert. Daraus resultiert eine weitere Hürde, den die Oberflächenschutzsysteme (Armierung, Putz und Farbe) sind wässrige Systeme, die entsprechend schwierig mit dem wasserabweisenden Untergrund verbunden werden können.

Diese Technik beherrschbar zu machen, ist ein bißchen wie die Quadratur des Kreises und funktioniert dauerhaft nur, wenn eine ausgefeilte Technologie in der Herstellung und exzellent aufeinander abgestimmte Produkte im weiteren Schichtaufbau verwendet werden.

Ausschließlich solche Produkte können bei ARTA klassifiziert werden.

ARTA Klassifizierungsklassen

Bei den von ARTA klassifizierten Wärmedämmverbundsystemen haben Sie die Sicherheit, dass die erforderlichen Zulassungen vorliegen. In ausführlichen Produktauswahlverfahren haben wir großen Wert darauf gelegt, Ihnen die besten Systeme mit den besten bauphysikalischen Eigenschaften auszuwählen und zur Verfügung zu stellen.

Und weil sich die Techniken und Materialien ändern, passen wir die Klassen regelmäßig an den Stand der Technik an. Das nennen wir "Qualität in jeder Beziehung".

Die ARTA Klassifizierungsklassen werden wir Ihnen an dieser Stelle in Kürze vorstellen.

ARTA Management für das Handwerk GmbH & Co.
Eglosheimer Str. 40
Ludwigsburg , Baden Württemberg , 71636 Deutschland
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