Wissenswertes
"Wenn Wohnen krank macht" Sendung BF vom 11.03.2012
Einen interessanten Beitrag zum Thema Schadstoffe sendete der Bayerische Fernsehen im Rahmen seiner Sendereihe „Faszination Wissen“ am So, 11.03.2012 um 21:15 Uhr unter dem Titel „Schimmel, Lacke, Lösungsmittel - Wenn Wohnen krank macht“. Weiterlesen …
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Weiterführende Informationen
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Energiekosten steigen
Ist Energie zu teuer?
"Eigentlich ist Energie immer noch zu billig!" So das Zitat aus dem Hause eines großen Energieversorgers im Rahmen der "E-World". Dahinter steckte jedoch nicht der Wunsch nach größeren Erträgen im eigenen Haus, sondern vielmehr die Botschaft, dass der sorgsame Umgang mit den Energieresourcen unserer Erde immer noch nicht den notwendigen Stellenwert hat.
Doch dass wird sich ändern. Denn der Trend zu immer weiter ansteigenden Energiekosten bei den klassischen Energiereresourcen wie Öl, Erdgas oder Kohle ist ungebrochen.
Auch wenn es "positive" Signale gibt: So wird durch die Klimaerwärmung beispielsweise der Permafrostboden in Sibirien weiter auftauen und damit die Förderung neuer Rohstoffvorkommen ermöglichen. Neue Technologien ermöglichen auch die Ausbeutung von Rohstoffquellen, die bisher nicht wirtschaftlich nutzbar waren.
Dennoch: Die politischen Kräfte, die Kräfte der globalisierten Märkte, die zunehmenden Stürme und viele andere Faktoren werden in Zukunft dazu beitragen, dass diese Rohstoffe nicht günstiger werden. Die Suche nach alternativen Energieträgern und Ersparnismöglichkeiten wird daher an Bedeutung zunehmen.
Anbei stellen wir Ihnen zur Verdeutlichung dieser "Kräfte" eine Übersicht zusammen, die die Zusammenhänge der Verteuerung darstellen werden.
Überlebt BP die Katastrophe und was das mit dem Ölpreis zu tun hat
Unter der Überschrift: "Überlebt BP die Katastrophe?" ist in der Ausgabe 23 des Spiegels ein spannender Artikel zum Öldesaster am Golf von Mexiko nachzulesen. Neben dem Umstand, dass sich die Aktionäre vom mit hohen Folgekosten gefährdeten Kandidaten abwenden, wird ein spannender Abriss der Konsequenzen für die gesamte Ölzukunft aufgezeigt.
Und die sieht in etwa so aus: Die 5 großen, westlichen Ölmultis Exxon, Shell, BP, Total und Chevron verfügen kaum noch über Ölfelder, die sich lange ausbeuten lassen. Bereits erlahmende Vorkommen werden mit Hightech ausge"presst", sei es mittels heißem Hochdruck oder mittels Injektion von Wasser/Chemiemischungen.
Alternativszenarien wie die Ausbeutung der kanadischen Ölsande haben sich als zu schmutzig und zu teuer erledigt, Explorationen in der Arktis sind extrem aufwändig und wegen großen Risiken für die Natur im Kreuzfeuer der Öffentlichkeit.
Bleiben nur aufwändig zu erobernde Ölreserven in der Tiefsee. Trotz hoher Kosten macht diese Form der Ölproduktion bereits ein Drittel der globalen Förderung aus. Und nun das Desaster von BP, verbunden mit einer Aussetzung von Genehmigungen für weitere Projekte durch die USA und der Ankündigung von strafrechtlichen Ermittlungen.
Für die übrigen Förderländer ein Geschenk: Saudi Aramco und die iranische (!) NIOC kontrollieren über drei Viertel der zugänglichen Vorkommen. Venezuela hat die Bedingungen für Exxon so verschlechtert, dass sich diese ganz zurückgezogen haben und "Russland hat beim Förderprojekt auf der Insel Sachalin fast handstreichartig Shell die Führung abgenommen".
Man wird also kein Experte sein müssen, um zu erahnen, welche Konsequenzen diese Entwicklung am Golf von Mexiko für die nächste Heizölbestellung haben wird. Abschließend sei daher noch auf eine weitere, gigantische Ölreserve hingewiesen, über die jeder von uns verfügt: Energiesparen. Wären heute schon 100 Prozent aller Wohngebäude Passivhäuser dank guter Gebäude-Isolierung und Nutzung solarer Energien, wäre die Konsequenz für die nächste Heizölrechnung so oder so fast bei Null Euro. Und das - das rechnet sich in Zukunft garantiert.
(Quelle: Der Spiegel, sehr zu empfehlende Ausgabe Nummer 23/2010, Seiten 76 - 78)
Gasverknappung
Noch vor einer Woche war die Freude an den Zapfsäulen groß (Diesel für unter 1 Euro der Liter mit 98,9 ct!), da rauscht schon die nächste Hiobsbotschaft ins Haus: Russland reduziert die Gaslieferung; Schuld sei daran die Ukraine, die Gas aus der Gasprom-Pipeline nach Europa für eigene Zwecke abzweige.
Zum Hintergrund: 2007 war Russland Deutschlands größter Einzellieferant für Erdgas. Über 43 Prozent des gesamten deutschen Gasimportes werden über 2 Pipelines importiert: Die Jamalpipline via Weißrussland und Polen nach Schwedt (Brandenburg) und die ukrainische Pipeline nach Waidhaus (Oberpfalz), die allerdings 80 Prozent der gesamten Gasliefermenge aus Russland transportiert. Dies kann die Jamalpipeline nicht kompensieren.
Über die wahren Hintergründe des Gaslieferungsstopps über die ukrainische Pipeline kann man nur spekulieren, da weder die Ukraine noch Russland sich hinsichtlich der Liefermengen von neutraler Seite überwachen lassen.
Unter Berücksichtigung des Abkommens zwischen Russland, Turkmenistan und Kasachstan aus dem Mai 2007, welches Gaslieferungen an den Westen ebenfalls nur über Russland vorsieht und ebenfalls unter Berücksichtigung der geplanten neuen Osteseepipeline von Russland nach Deutschland zeigt sich aber, das die russische Regierung intensiv daran arbeitet, die Gaslieferungen in den Westen weitgehend alleine bestimmen zu wollen.
Welche Bedeutung diese Entwicklung für die zukünftige Preis- und Liefergestaltung hat, kann man wohl nur erahnen. Es bleibt also die Empfehlung für jeden einzelnen, weiterhin den Energieverbrauch zu minimieren (über Gebäudeisolation, effektive Heizsysteme) und auf regenerative Systeme zu setzen.
In diesem Zusammenhang sei auch auf unseren Eintrag vom 29.08.2008 hingewiesen, bei dem wir EON mit dem Hinweis darauf zitieren, dass die Gaslieferungen "sicher seien" und man keine strategischen Gasreserven wie beim Öl benötige...
Bei dieser Diskussion ging (und geht) es um den Aufbau nationaler Sicherheitsreserven für Gas. Auch wenn Deutschland mit 46 Untertagespeichern über die größten Reserven für Erdgas in Europa verfügt, so ist die Reichweite mit rund 40 Tagen doch sehr begrenzt. Zum Vergleich: die Bevorratung mit Öl reicht für 90 Tage.
Zitate:
Österreichs Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sagte, dass in der Nacht erstmals kein Gas mehr aus Russland erhalten habe. Voraussichtlich noch diese Woche wolle sein Ministerium eine Notverordnung darüber erlassen, wie das vorhandene Gas auf die Verbraucher verteilt werde.
Andere europäische Länder leiden teilweise unter dramatischen Engpässen. In der Slowakei wurde bereits der Notstand ausgerufen, betroffen sind auch Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Balkan-Staaten.
Nicht nur in Deutschland, auch in Sofia ist das Thermometer vor ein paar Tagen deutlich unter Null gefallen. Die meisten Wohnungen sind nur schlecht isoliert, die Stimmung in Bulgariens Hauptstadt ist gedrückt. "Wir sind in einer Krisensituation", sagt Petar Dimitrow, der Wirtschafts- und Energieminister.
Quelle der Zitate: Tagesschau 07.01.2009 (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gasstreit128.html) Auszug, sowie (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gasstreit120.html) Auszug
Opec reduziert Förderquote
Mittwoch, 17.12.2008. Der heute morgen an einer Tankstelle gesichtete Preis für Diesel beträgt 1,07. Noch an Pfingsten diesen Jahres konnte man Preise über 1,50 an den Tankstellen für den ebengleichen Dieseltreibstoff sehen, an günstigen Tankstellen unterschreitet der Preis die magische Ein-Eurogrenze.
Doch der gewaltige Preis-Verfall, der gleichzeitig die Inflationsrate nach unten drückt, wird ein kurzes Gastspiel sein. Zwar wird zunächst aufgrund der Rezession die Ölnachfrage sinken - aber die Opecstaaten wollen nicht tatenlos zusehen und ihren kostbaren Stoff günstig hergeben.
Die Lösung: Eine Reduktion der Fördermenge, damit des verfügbaren Angebots und damit wiederum ein höherer Preis:
Auszug aus der Tagesschau:
Hauptursache der fallenden Preise ist der Rückgang der Rohölpreise. Dieser sinkt ebenfalls seit Monaten. Der Grund: Zum ersten Mal seit 25 Jahren wird wegen der Wirtschaftskrise 2008 die weltweite Öl-Nachfrage sinken. Wie die Internationale Energieagentur IEA in Paris berichtete, wird sich die Ölnachfrage in diesem Jahr um 0,2 Prozent im Vergleich zu 2007 verringern. Das wäre der erste Rückgang seit 1983. Im Schnitt würden 2008 täglich 85,8 Millionen Barrel Rohöl verbraucht. Das sind 350.000 Barrel weniger als die IEA zuletzt vorhergesagt hatte. Im Jahr 2009 rechnet die IEA mit einem Verbrauchsanstieg auf 86,3 Millionen Barrel pro Tag.
Dennoch zog der Ölpreis in den vergangen Tagen auf mehr als 45 Dollar pro Barrel an. Hintergrund ist ein Treffen der Ölexportländer der OPEC in der kommenden Woche. Viele Marktbeobachter rechnen mit einer Produktionskürzung um zwei Millionen Barrel pro Tag, um so höhere Preise zu erzwingen.
Quelle: Tagesschau 11.12.2008 (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/benzinpreise102.html) Auszug
Glos zum Beschluss der OPEC über die Kürzung der Ölproduktion
Kaum reduziert sich der der Preis an Europas Zapfsäulen auf der Grundlage rückläufiger Weltmarktnachfrage ("rezessionsbedingt"), stehen die Mächtigen der Ölkartelle auf, um der Preisreduktion einen Riegel vorzuschieben.
Nach dem Motto: "Warum weniger verdienen?" wird die Fördermenge reduziert und so das Preisgefüge hoch gehalten. Wer ernsthaft glaubt, die Preise seien also das Ergebnis von Angebot und Nachfrage, darf sich getäuscht sehen. Dieses Argument wird von den Kartellen daher auch nur dann ins Feld geführt, wenn es den Mächtigen geeignet erscheint, den Preis wieder einmal erhöhen zu müssen - weil die Nachfrage so hoch sei. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt...
Und so äußert sich auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos besorgt über die aktuell angezeigten Preiserhöhungen, wie einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vom 30.10.2008 zu entnehmen ist.
Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung:
"Ich hoffe, dass die von der OPEC beschlossene Kürzung der Ölproduktion nicht zu einem neuen Preisanstieg und damit zu einer weiteren Belastung der insgesamt rückläufigen Weltwirtschaft führt," sagte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, nachdem die OPEC beschlossen hat, die Förderung ab November um 1,5 Millionen Barrel pro Tag zurück zu nehmen.
Damit versucht das Ölkartell auf die Halbierung des Ölpreises seit Mitte Juli zu reagieren. Die Produktionskürzung fiel allerdings geringer aus, als im Vorfeld des Wiener Treffens diskutiert wurde. Einige Mitglieder hatten eine erheblich höhere Kürzung gefordert. OPEC hat mit 32 Millionen Barrel pro Tag nur einen Anteil von rund 40% an der weltweiten Produktion.
"Man kann sich vorstellen, dass einige ölproduzierende Länder den steilen Rückgang des Ölpreises inzwischen mit Sorge um ihre mit dem jahrelang steigenden Ölpreis kräftig ausgeweiteten Einfuhren betrachten. Wir haben aber erlebt, wie ein überzogen hoher Ölpreis die wirtschaftliche Entwicklung weltweit treffen kann. Daher appelliere ich an die Verantwortung und Vernunft der ölproduzierenden Länder, die Weltwirtschaft nicht mit einer preistreibenden Politik zusätzlich zu belasten."
Pleite wegen Energiekosten Energiekosten
"Die für den Landkreis Heilbronn zuständige Schuldnerberatung hat in den vergangenen Monaten eine wahre Flut von Ratsuchenden erlebt. Der Grund: Immer mehr Menschen geraten angesichts steigender Energiepreise in finanzielle Not.
Mehr als 1.200 Menschen haben sich allein in den ersten neun Monaten an die zuständige Schuldnerberatung gewandt. Im gesamten vergangenen Jahr habe es dagegen nur knapp 600 Fälle zu bearbeiten gegeben..
Gründe für den enormen Anstieg seien zum einen Mietschulden, zum anderen angesichts der jüngsten Preiserhöhungen vor allem unbezahlte Strom- und Heizungsrechnungen. So mancher Kunde käme mit unbezahlten Rechnungen von mehr als 4.000 Euro nur für Strom und Gas, so Weber. Auch Beträge über 10.000 Euro habe es schon gegeben."
Quelle: SWR 24.10.2008 (http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=4121094/fr3vit/index.html) Auszug
Hurrikan Ike gefährdet Ölförderung
Der Hurrikan "Ike" hat den Golf von Mexiko erreicht und gewinnt wieder an Stärke. Meteorologen rechnen damit, dass der Sturm die Hurrikanstärke drei erreicht haben könnte, wenn er am Wochenende bei Nordmexiko oder den US-Staaten Texas oder Louisiana wieder auf die Küste trifft.
Unterdessen fürchten die Ölfirmen im Golf um ihre Förderanlagen. Im Golf von Mexiko wird ein Viertel der US-Gesamtmenge an Öl und 15 Prozent des US-Erdgases gefördert.
Quelle Tagesschau 11.09.2008 (http://www.tagesschau.de/ausland/ike106.html) Auszug
Kaukasus - und die subtile Macht der Energielieferanten und
Bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel wollen die EU-Staats- und Regierungschefs heute (01.09.2008) über die Reaktion der Union auf das Vorgehen Russlands am Kaukasus beraten. Dabei zeichnet sich Uneinigkeit ab: So sprachen sich insbesondere die osteuropäischen Länder für eine härtere Gangart aus. Großbritannien forderte, die Verhandlungen über ein Partnerschaftsabkommen mit Russland auszusetzen. Dagegen rufen Deutschland, Frankreich und Italien zur Mäßigung auf. EU-Chefdiplomat Solana stellte kurz vor Sitzungbeginn fest, dass es keine Sanktionen gegen Russland geben werde.
Wenigstens verbal haben Staatspräsident Dimitri Medwedjew und Ministerpräsident Wladimir Putin am Wochenende deutlich gemacht, dass sie an einer neuen Eiszeit kein Interesse hätten. Fast gnädig kam der Hinweis, man denke auch nicht daran, Energielieferungen nach Westeuropa zu drosseln....
Quelle Tagesschau 01.09.2008 (http://www.tagesschau.de/ausland/kaukasuskonflikt154.html) Auszug
Deutsche Regierung prüft den Aufbau nationaler Gasreserven
Der Konflikt am Kaukasus zieht seine Bahnen bis nach Deutschland. Denn während es beim Öl seit den 70er Jahren eine Ölreserve gibt, auf die Deutschland in Notfällen für einen Zeitraum von rund 90 Tagen zurückgreifen kann, gibt es für Gas bisher keine ähnlichen Sicherheitspuffer. Das soll nun eventuell anders werden, wie aus dem Wirtschaftsministerium verlautet.
Die Gaskonzerne hingegen halten wenig von einer Gasreserve: "Wir brauchen in Deutschland keine staatlich kontrollierte strategische Erdgasreserve wie beim Mineralöl", sagte eine Sprecherin von E.ON-Ruhrgas. "Die Verbraucher könnten sich auf die Lieferungen verlassen. Eine strategische Erdgasreserve würde das Erdgas weiter verteuern, die Verbraucher unnötig belasten und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen einschränken.".....
Quelle Tagesschau 29.08.2008 (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gasreserve102.html) Auszug
Strompreis -findung
Angebot und Nachfrage regulieren den Preis - soweit, so bekannt. Auch bekannt, aber in der Konsequenz leicht unterschätzt ist die Tatsache, dass der Strommarkt längst ein internationaler Markt ist. So beläuft sich der Exportüberschuss von Strom allein im ersten Halbjahr auf 14,4 Terawattstunden (1 Billion Watt), in etwa also der Jahresleistung zweier Atomkraftwerke. Dies entspricht einer Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr um über 40 Prozent.
Da für die gigantischen Mengen Strom bis heute nur begrenzt taugliche Speicher existieren und der Strom daher "im Moment der Herstellung" auch verbraucht werden muss, wird der Strom ständig auf kontinentaler Ebene an den Strombörsen dieser Welt gehandelt und geliefert.
Der daraus resultierende Preis schwankt extrem: Von kostenlos (beispielsweise am Sonntag, den 02.08.2008 von morgens 01:00 bis 08:00 Uhr, als das Sturmtief Emma für viel Windenergie sorgte) bis über 60 ct/kwh (beispielsweise am 19.12.2007 zwischen 17:00 und 18:00 Uhr bei wenig Wind und Eiseskälte) ist für die Stromversorger alles drin. Da die Stromversorger üblicherweise aber gleiche Arbeitspreise verrechnen sind sie bisher gezwungen, mit mittleren Werten zu kalkulieren. (Beispiele aus "Der Spiegel" Ausgabe Nr. 15, Artikel "Energie")
Das soll sich aber nach dem Willen der Stromversorger ändern. Die Basis dafür: ein intelligenter Stromzähler mit Internetanbindung, der in Echtzeit den Stromverbrauch ermittelt und an den Stromversorger weiterreicht.
Das wird mittelfristig die Kalkulation der Konzerne (und der Verbraucher) gravierend verändern.
Gaspreiserhöhung zum 01.09.2008 um 27 Prozent bei RWE
Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE erhöht seine Gaspreise für Haushalts- und Kleingewerbekunden zum 1. September. Wie die Vertriebstöchter Rhein-Ruhr und Westfalen-Weser-Ems mitteilten, bedeutet die Preiserhöhung für einen typischen Haushaltskunden mit einem Verbrauch von rund 20.000 Kilowattstunden pro Jahr eine Steigerung von durchschnittlich 27 Prozent. Die monatliche Mehrbelastung liegt inklusive Mehrwertsteuer bei durchschnittlich 26,33 Euro für Kunden der RWE Westfalen-Weser-Ems AG beziehungsweise 29,75 Euro für Kunden der RWE Rhein-Ruhr AG.
Von den Preiserhöhungen sind rund 480.000 Erdgas-Kunden betroffen. Als Grund für die Erhöhung verwies RWE auf den wachsenden Energiebedarf und die stark gestiegenen Beschaffungskosten. Der Preis für leichtes Heizöl habe sich seit dem Sommer 2007 um rund 60 Prozent erhöht, hieß es.
Quelle Tagesschau 14.07.2008 (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gaspreise100.html) Auszug
Der 19.te Welt-Erdölkongress
"Als sich die Petro-Elite vor drei Jahren zum letzten Welt-Erdölkongress in Johannesburg versammelten, da schien die Welt noch in Ordnung: Das Fass Rohöl, also 159 Liter, kostete damals im Schnitt knapp über 50 Dollar. Das war zwar ein Anstieg von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber die Weltwirtschaft schien diesen Preis gut zu verkraften, und wer es wagte, einen Preis von 100 Dollar pro Fass vorherzusagen, der wurde damals ausgelacht.
Heute liegt der Preis bei 140 Dollar. Prognosen gehen bis 250 Dollar im kommenden Jahr. Weltweit gibt es Proteste und soziale Unruhen. Die Weltwirtschaft leidet immer stärker unter dem hohen Ölpreis. Das ist die Ausgangslage für den 19. Welt-Erdölkongress, der heute in Madrid beginnt. In den drei Jahren, die seit dem letzten Treffen vergangen sind, hat sich die Öl-Welt also dramatisch verändert."
Quelle Tagesschau 30.06.2008 (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/oelkongress2.html) Auszug
Mineralölabsatzmenge in Deutschland sinkt, Kosten steigen weiter
Nach Erhebungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sank der Absatz von Mineralölprodukten in der Bundesrepublik Deutschland im 12-Monatszeitraum Mai 2007 bis April 2008 gegenüber der entsprechenden Referenzperiode Mai 2006 bis April 2007 um 4,4% von 115,0 auf 110,0 Millionen Tonnen.
Dabei zeigte sich folgende Entwicklung hinsichtlich des Absatzes einzelner Hauptprodukte (Mengenangaben in Millionen Tonnen):
Änderungsrate zum betrachteten Zeitraum 1 Jahr früher:
- Rohbenzin -3,8%
- Ottokraftstoff -4,3%
- Dieselkraftstoff +2,4%
- Heizöl, leicht -17,4%
- Heizöl, schwer -4,9%
- Flugturbinen- Kraftstoff, schwer +3,5%
Im betrachteten 12-Monatszeitraum vom Mai 2007 bis April 2008 ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
- der Export von Mineralölprodukten um 1,5% von 27,8 auf 27,4 Millionen Tonnen gesunken;
- der Import von Mineralölprodukten um 14,5% von 34,2 auf 29,3 Millionen Tonnen zurückgegangen;
- die Einfuhr von Rohöl um 2,9% von 110,0 auf 106,7 Millionen Tonnen gesunken;
- der Grenzübergangspreis von Rohöl um 21,4% von 364,31 Euro auf 442,32 Euro pro Tonne gestiegen.
Quelle: Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, 30.06.2008
Börse Frankfurt: Ölpreis-Rekord – Dax deutlich im Minus
"Der Ausverkauf am deutschen Aktienmarkt setzt sich fort. Auslöser
dafür sind der neue Rekordpreis für Öl und die Sorge über den Zustand
der Finanzbranche. "Alles deutet darauf hin, dass die Subprime-Krise
noch nicht vorbei ist und wir auf eine Rezession zusteuern", sagt ein
Händler.
Spekulationen über einen rasanten Anstieg des Ölpreises und ein
schwacher Dollar haben zu neuen Rekorden beim Rohöl geführt. Nicht
einmal eine Woche nach dem Krisengipfel in Dschidda stieg der Preis am
Freitag auf mehr als 142 Dollar. Vorausgegangen waren Spekulationen der
Opec über einen Anstieg auf bis zu 170 Dollar in diesem Sommer. Auch
ließen eine erneute Schwächung des Dollars sowie fallende Aktienkurse
Investoren in den Ölmarkt flüchten."
Quelle: Handelsblatt 27.06.2008
(http://www.handelsblatt.com/finanzen/marktberichte/oelpreis-rekord-dax-deutlich-im-minus;2004952)
Auszug
Ölboykottandrohung zur Durchsetzung politischer Ziele
Mit einem Ölboykott hat Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez der Europäischen Union wegen der neuen Abschiebe-Regeln für illegale Einwanderer gedroht. "Das venezolanische Erdöl geht nicht an jene Länder, die dieses peinliche Abkommen unterzeichnen", erklärte er. Die neuen EU-Regeln würden die Menschenrechte und das internationale Recht verletzen, kritisierte Chávez."
Quelle Tagesschau 20.06.2008 (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/chavez42.html) Auszug
Diese Nachricht erreicht Europa am gleichen Tag, an dem China eine drastische Erhöhung der Benzinpreise im eigenen Land ankündigt und Deutschland die Botschaft ereilt, dass die Wohnwagen-Camper auf Grund der pünktlich zum Urlaubsbeginn erhöhten Benzinpreise dieses Jahr in Deutschland bleiben....
"Ölpreis steigt 2009 auf 250 Dollar"
"Mit einem Börsenwert von umgerechnet 644 Milliarden Euro werde Gazprom jedes andere Unternehmen der Welt überflügeln. Ein dauerhaft hoher Ölpreis werde dazu beitragen, sagte Miller. Dieser werde von derzeit knapp 140 Dollar im Lauf des Jahres 2009 auf 250 Dollar je Fass (159 Liter) steigen. Gazprom sei schon jetzt der größte Gasproduzent der Welt, sagte Miller. Auch nach Öl- und Gasreserven sei das russische Unternehmen bereits die Nummer eins unter den Energiekonzernen. Um den Börsenwert zu verdreifachen kündigte Gazprom hohe Investitionen an. Sie sollen 2008 bei rund 30 Milliarden Dollar liegen und in den Folge-jahren weiter steigen."
Quelle: Tagesschau 11.06.2008 (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gazprom24.html) Auszug
Die Ölpreisbindung des Gases; Preisschock noch 2008
Zu Beginn der Heizperiode 2008/ 2009 müssen sich die Verbraucher auf kräftige Preiserhöhungen bei den Gaspreisen einstellen: Über 10 Prozent sind derzeit im Gespräch.
Die Ursache hierfür liegt in der von Beginn der ersten Gaslieferungen nach Deutschland an bestehenden Koppelung des Gaspreises an den Ölpreis. Unabhängig vom Gas-Angebot erhöht sich daher im Abstand von etwa sechs Monaten und in Abhängigkeit der Rohölpreisentwicklung auch der Gaspreis.
Gesetzlich vorgeschrieben ist die Regelung nicht. Doch für die großen Gaserzeuger ist es heute ein Riesengeschäft! Und eine Änderung daher sehr unwahrscheinlich.
Auszug:
"Laut dem Präsidenten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, Michael Feist, ist eine Abkoppelung der Gaspreise von den Ölpreisen nicht zu erwarten. "Die großen internationalen Produzenten, die Erdgas produzieren, wollen zurzeit dieses Erdgas unter der Ölpreisbindung verkaufen. Und die meisten Abnehmer auf der Welt sind auch bereit, diese Ölpreisbindung zu akzeptieren."
Kritisiert wird von Verbraucherschützern, dass die Gasversorger die steigenden Einkaufspreise regelmäßig zu überproportional hohen Aufschlägen bei den Tarifen nutzten. Der Gasbezug mache am Verkaufspreis aber nur ein Drittel aus, rechnet der Bund der Energieverbraucher vor. Sinkende Ölpreise würden oftmals langsamer und abgeschwächter an die Verbraucher weitergegeben als steigende.
Quelle: Tagesschau 29.05.2008 (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/oelpreisbindung2.html) Auszug
Benzin-Sonderpreise während der Ferien?
Die Diskussionen darüber, dass zu Beginn der Ferienzeiten die Benzinpreise regelmäßig stark steigen würden, ist uralt. Die Politik und die Autofahrerloby, allen voran der ADAC, schimpfen auf die Mineralölkonzerne.
Diese wiederum verweisen auf die hohen Mineral- und Ökosteueranteile und die Mehrwertsteuer (die Mehrwertsteuer wird nämlich auch auf die zuvor eingerechnete Mineral- und Ökosteuer berechnet, entspricht also einer Steuer auf die Steuer). Darüber hinaus werden regelmäßig weitere Argumente wie knappe Weltmarktpreise ins Feld geführt.
Was nun auch immer stimmt: Der Verbraucher zahlt die Zeche. Seit Pfingsten 2008 erstmals mit über 1,50 pro Liter Normalbenzin. Ein Ende des Trends: langfristig gesehen nicht in Sicht.
Airlines gehen Bankrott wegen hohem Ölpreis
Bis zu neun Milliarden Dollar Verlust werden die US-Airlines in diesem Jahr anhäufen - Folge der Ölpreisexplosion und mangelnder Vorsorge. Die Konsequenzen: Mehr Pleiten, mehr Megafusionen, weniger Service - und Flugtickets, auf die unzählige Extra-Gebühren aufgeschlagen werden...
Um sechzig Prozent habe der Kerosinpreis allein im letzten Jahr angezogen, das sei halt ein großer Sprung sagt Daryll Jankins, Luftfahrtexperte der George-Washington-Universität. Doch der Höhenflug des schwarzen Goldes kommt keineswegs überraschend. Amerikas Fluggesellschaften waren gewarnt. Bereits vor drei Jahren hatte Arjun Murti, der renommierteste Ölpreisexperte der USA, die heutige Ölpreis-Entwicklung exakt vorausgesagt. Die US-Bank Goldman Sachs warnte bereits 2005 mit einer großen Studie alle Airlines ausdrücklich vor der Ölpreisexplosion und den dramatischen Folgen...
Quelle: Tagesschau 09.05.2008 (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/airlines2.html) Auszug
Biosprit noch keine Alternative zu Erdöl
In Haiti stürzt die Regierung nach tagelangen Unruhen, in Bangladesch werden Dutzende bei Straßenschlachten verletzt: Der Hunger hat die Menschen auf die Straßen getrieben. Preise für Nahrungsmittel haben sich binnen Monaten verdoppelt. IWF und Weltbank sind alarmiert und haben ein Kernproblem schon ausgemacht – den Biosprit.
Nach Einschätzung der deutschen Weltbank-Gouverneurin geht der Preisanstieg für Lebensmittel sogar zu 30 bis 70 Prozent auf den Ökosprit zurück
Quelle: Die Welt, 13.04.2008 (http://www.welt.de/politik/article1897857/Politiker_verdammen_Biosprit_als_Hunger-Ursache.html)
Eigene Anmerkung:
Das Problem: Gerade die Pflanzenbestandteile, die besonders energiereich sind und die Ausbeute in Form von Biosprit schon heute in großem Stil ermöglichen, sind gleichzeitig die Teile, die als Frucht bisher in den Nahrungskreislauf flossen: zum Beispiel Mais und Getreide.
Damit steigt die Nachfrage nach diesen Produkten, ergo auch der Preis. Aber nicht um Menschen zu ernähren, sondern um in den reicheren Ländern weiter den Verbrauch von Brennstoff hochhalten zu können, anstatt endlich Maß zu halten.
Die Leidtragenden sind wie immer die Ärmsten - und die Natur. Denn auch der Regenwald und andere große Flächen werden nun noch schneller ausgebeutet - das "Spritgeschäft" hat noch selten Rücksicht auf die Natur und die einfachen Menschen genommen.
Zwar wird bereits fleißig an der Verwertung der Pflanzenteile gearbeitet, die nicht zur Nahrungskette gehören. Doch die Zellulose und komplexe Zucker sind nicht so einfach zu verwerten. Und das macht diese Verfahren wiederum zu teuer. Teurer jedenfalls als Sprit aus Mais oder Getreide...
EU-Klimaschutzpaket verteuert Stromkosten
66 Milliarden Euro werden durch die EU-Pläne für den Kauf der Kohlendioxid-Emissionsrechte zur Stromproduktion allein in Deutschland in den Jahren 2013 bis 2020 fällig, so die Abschätzung des Verbandes der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft VIK. Nur 2 Milliarden fallen davon nach Angaben der Interessenvertretung industrieller Endkunden für die tatsächliche Vermeidung der Emissionen an. Den größten Anteil von 64 Milliarden Euro sollen die Unternehmen als eine Art Strafsteuer für die weiterhin erlaubte Kohlendioxidemmission bezahlen, so der VIK.
Quelle: Energy 2.0, Ausgabe 1/2008
Gaslieferungen reduziert
Der russische Gaskonzern Gazprom hat seine Gaslieferung an die Ukraine um ein Viertel reduziert. Diesen Schritt hatte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprianow bereits am Abend angekündigt, weil es bei den Verhandlungen mit der Ukraine noch immer keine Einigung gebe.
Die Ukraine deckt ihren Gasbedarf zu drei Vierteln aus Zentralasien und zu einem Viertel aus Russland. Moskau hatte Kiew vor rund zwei Jahren zwischenzeitlich den Gashahn zugedreht. Das hatte auch zu Engpässen bei den Lieferungen nach Deutschland geführt. Diesmal seien Kunden in der Europäischen Union von der Maßnahme nicht betroffen, hieß es in Moskau.
Quelle: Tagesschau, 03.03.2008 (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ukraine62.html)
Ölpreis-Rekordjagd
Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im April kostete in der Nacht zum Freitag in der Spitze 103,02 Dollar. Am Morgen lag der Preis mit 102,67 Dollar nur knapp unter diesem Rekord. Im Vergleich zum Schlussstand am Vortag verteuerte sich Öl damit um acht Cent.
„Ich glaube wirklich, dass Öl inzwischen als ein Finanzinvestment angesehen wird“, sagte Analyst Phil Flynn von Alaron Trading. Angesichts der nach wie vor bestehenden Unsicherheit an den Finanzmärkten böten die Rohstoffmärkte eine Alternative. Händler verwiesen darüber hinaus auf Berichte über Unterbrechungen der Ölversorgung in Nigeria und Irak. Zudem verbillige der Kursverfall des Dollar den Ölpreis für einige Marktteilnehmer.
Quelle: Handelsblatt, 29.02.2008 (http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe/oel-erreicht-neuen-rekord-von-ueber-103-dollar;1397699)
Dutzende Gas-Versorger wollen Preise erhöhen
Für viele Verbraucher wird ab März das Gas teurer. Nach Informationen des Verbraucherportals Verivox planen "mindestens 140 lokale Gasversorger" eine Erhöhung um durchschnittlich 6,6 Prozent. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeute dies eine jährliche Mehrbelastung von rund 85 Euro, so Verivox. Begründet würden die höheren Preise mit gestiegenen Beschaffungskosten und den hohen Ölpreis, an den die Kosten für Erdgas gekoppelt sind.
Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gaspreise2.html, Tagesschau, 22.02.2008
Chinas Ölimporte ziehen kräftig an
Peking (aktiencheck.de AG) - China hat seine Ölimporte im Dezember 2007 deutlich gesteigert. Dies teilten die zuständigen Behörden am Dienstag mit.
Demnach lagen die Ölimporte mit 90 Millionen Barrel um 11,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Gesamtjahr 2007 wuchsen die Einfuhren gegenüber 2006 um 12,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Barrel an.
Das Reich der Mitte ist nach den USA der weltweit zweitgrößte Ölverbraucher. Nahezu die Hälfte des Verbrauchs wird hierbei durch Importe gedeckt.
Quelle: nachrichten.boerse.de, (22.01.2008/ac/n/m)2008-01-22 12:12:49
Rohölimporte Deutschland 2007
Die 5 wichtigsten von insgesamt 28 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (34,2 Millionen Tonnen), Norwegen (17,0 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,0 Millionen Tonnen), Libyen (10,8 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,9 Millionen Tonnen). 29,0% der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 19,2% wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.
Die gesamte importierte Menge von Dezember 2006 bis Dezember 2007 betrug 106,8 Millionen Tonnen bei einem durchschnittlichen Preis von 379,58 Euro pro Tonne.
Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im November 467,33 Euro und lag damit um 35,4% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (345,26 Euro). Gegenüber Oktober (431,71 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 8,3% gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im November auf 4,0 Milliarden Euro und lag damit um 829 Millionen Euro höher als im Vorjahresmonat.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 09.01.2008
DIW befürchtet Ölpreisverdoppelung bis 2018
Mit dem Anstieg des Ölpreises auf 100,12 US-Dollar pro Barrel am Donnerstag ist nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) noch lange nicht das Ende der Preisexplosion erreicht. Vielmehr sei mit einer Verdoppelung des Preises innerhalb der kommenden zehn Jahre zu rechnen, sagte DIW-Energie-Expertin Claudia Kemfert der "Berliner Zeitung". "Die Ölvorräte werden zunehmend knapp, und das wird die Preise weiter hochtreiben."
Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/oelpreis34.html - Tagesschau 06.01.2008
Hurrikan Umberto lässt Ölpreis steigen
Der Ölpreis ist wegen des Hurrikans „Humberto“ auf einen neuen Rekord geklettert.
Der am Donnerstag über Texas und den Ölanlagen am Golf von Mexiko wütende Wirbelsturm schürte am Markt die Sorge vor Versorgungsengpässen. Ein Barrel US-Leichtöl kostete bis zu 80,20 Dollar und damit so viel wie noch nie zuvor. Am späten Nachmittag verbilligte sich das Öl wieder etwas auf 79,90 Dollar und kostete damit 20 Cent weniger als am Mittwoch. Für die Nordseesorte Brent mussten Händler zuletzt mit 77,63 Dollar fünf Cent weniger als am Vortag zahlen. Seit Jahresbeginn hat sich Öl um rund 30 Prozent verteuert, seit 2002 hat sich der Preis vervierfacht.
Quelle: http://www.focus.de/finanzen/news/oelpreis_aid_132758.html (Auszug, 13.09.2007)
Ölfeld in USA geschlossen
Der britische Ölproduzent BP hat nach der Entdeckung eines Lecks in einer Pipeline das größte Ölfeld in den USA vorübergehend geschlossen. In einer Öltransit-Leitung auf der Ostseite des Ölfeldes Prudhoe Bay im Norden Alaskas sei unerwartet "schwerwiegende Korrosion" festgestellt worden, teilte der Konzern mit. Es seien vier bis fünf Barrel (ein Barrel: 159 Liter) Öl ausgelaufen. Die Produktion soll in den kommenden Tagen auf Null heruntergefahren werden.
Aus Prudhoe Bay stammen etwa acht Prozent der gesamten Ölförderung der USA. Mit der vorübergehenden Schließung des Ölfelds, an dem neben BP auch die beiden US-Ölkonzerne ConocoPhillips und Exxon Mobil beteiligt sind, wird die tägliche Produktionsmenge um 400.000 Barrel reduziert. Weltweit nimmt die Fördermenge pro Tag damit um ein halbes Prozent ab. Die Nachricht sorgte am Ölmarkt für zusätzliche Sorgen vor Versorgungsengpässen und trieb den US-Rohölpreis im frühen Handel kräftig nach oben.
Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Mittag 76,52 Dollar - ein Plus von 1,76 Dollar Dollar im Vergleich zum Handelsschluss am Freitag. Ein Barrel der europäischen Leitsorte London Brent kostete 77,68 Dollar und verteuerte sich damit um 1,55 Dollar.
Die Stilllegung des großen Ölfelds in Alaska kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Der Ölmarkt wird momentan durch die starke weltweite Nachfrage und die Probleme im Nahen Osten und Nigeria beeinflusst. Außerdem hat inzwischen die diesjährige Hurrikan-Saison in den USA begonnen. Dies könnte zu einer Gefährdung der amerikanischen Ölförderung im Golf von Mexiko führen, falls es wie im Vorjahr zu schweren Hurrikans kommen sollte.
Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5787822_REF1,00.html (Auszug, 07.08.2006)
Der Chinafaktor
Was alle überraschte, war: der China-Faktor.
Das Riesenreich mit heute 1,3 Milliarden Menschen war bis 1992 noch
Nettoexporteur von Öl. Auch danach wuchs der chinesische Ölkonsum
zunächst nur langsam. Bis zum Jahr 2000. Seitdem explodiert die
Ölnachfrage geradezu. Mittlerweile ist China der zweitgrößte
Ölkonsument, belegt auf der Rangliste der größten Ölimporteure Platz
drei und beteiligt sich aktiv am weltweiten Ölpoker – auch durch
Firmenkäufe und durch die Sicherung von Bohrrechten, wo immer es
möglich ist.
Die Folge des chinesischen Öldurstes: Weil die Reservekapazität sämtlicher Ölfirmen auf einen historischen Tiefstand gesunken ist, fehlt dem Ölmarkt nun »das Sicherheitsnetz, ohne das er nicht vernünftig arbeitet«, so die Berater von PFC Energy.
Quelle: http://www.zeit.de/2005/37/85l_Headline?page=1 (Auszug) 08.09.2005
Wirbelsturm Katrina
Der Wirbelsturm "Katrina" soll Schuld daran sein, dass der Ölpreis wieder einmal neue Rekordhöhen erklommen hat. Doch die Ölwirtschaft will sich nicht länger den schwarzen Peter zuschieben lassen - und hat längst andere Schuldige ausgemacht.
Seit der Handel mit Ölkontrakten an der New York Mercantile Exchange (NYMEX) 1983 begann, kostete mit 70,80 Dollar noch nie zuvor ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl so viel. Die magische 70-Dollar-Marke wurde im asiatischen Handel gerissen - und ist wohl keine einmalige Erfahrung.
Der Hurrikan schürt die Angst vor Ölknappheit. Denn auch, als sich der Wirbelsturm von der gefürchteten Stärke fünf auf "nur" Stärke drei abschwächte, drohen der Region um New Orleans und damit einem der wichtigsten Ölregionen der USA im Golf von Mexiko weiterhin hohe Schäden. Mehr als 40 Prozent der US-Rohölproduktion im Golf von Mexiko liegt aufgrund des Hurrikans bereits brach. Mit weiteren Schließungen von Ölplattformen und Raffinerien wird gerechnet.
Quelle: http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/544890.html?nv=ct_mt (Auszug, 30.08.2005)
