Wissenswertes
"Wenn Wohnen krank macht" Sendung BF vom 11.03.2012
Einen interessanten Beitrag zum Thema Schadstoffe sendete der Bayerische Fernsehen im Rahmen seiner Sendereihe „Faszination Wissen“ am So, 11.03.2012 um 21:15 Uhr unter dem Titel „Schimmel, Lacke, Lösungsmittel - Wenn Wohnen krank macht“. Weiterlesen …
Völlig neuer Dämmstoff für Innendämmung
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Weiterführende Informationen
Der ARTA Wärmedämmrechner
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Schadstoffe - Was es noch so gibt
Antimon
Antimon ist ein silbrig-graues Halbmetall, das vor allem zur Herstellung unterschiedlichster Legierungen verwendet wird. Antimonchromat wird als gelbes Farbpigment verwendet. Antimonoxid wird zur Weißfärbung von Polystyrol (Dämmstoff) und als Flammschutzmittel in Kunststoffen und Textilien (z.B. Vorhangstoffe) verwendet, aus denen es sich auch auslösen kann. Alle Antimonverbindungen gelten als gesundheitsschädlich (bis giftig) und umweltgefährlich. Neuere Untersuchen zeigen Haut- und Schleimhautreizungen auf.
Cadmium
Cadmium ist ein weiches Metall, sehr giftig und gilt als krebserregend. Cadmium findet als Cadmiumsulfid und Cadmiumselenid bei gelben bis tiefroten Farbpigmenten Einsatz. In Kunststoffen wird es ferner als Stabilisator eingesetzt. Aufgrund seiner Giftigkeit findet es heute bei hochwertigen Produkten kaum noch Einsatz. Bei Importware aus "Billiglohnländern" ist der Einsatz jedoch bis heute nicht auszuschließen.
Formaldehydabspalter
Formaldehydabspalter werden als Konservierungsmittel eingesetzt. Formaldehyd steht im Verdacht, Krebs zu erregen (besonders bei der Einnahme über die Atemwege) und wirkt schon in geringen Mengen allergisierend und Schleimhautreizend. Formaldehydabspalter werden beispielweise bei manchen Tapetenkleistern eingesetzt.
Glutar-Aldehyd
Glutar-Aldehyd, oder auch 1,5Pentandial ist eine farblose, scharf-riechende Substanz, die teilweise bei der Ledergerbung von Polstermöbeln zum Einsatz kommt. Glutar-Aldehyd reizt die Schleimhäute und kann zu entsprechenden Atemwegsreizungen, Augenreizungen aber auch zu Kopfschmerz und Schwindelgefühlen führen.
Halogenorganische Verbindungen
Zur Gruppe der halogenorganischen Verbindungen gehören tausende von Stoffen, die aus Verbindungen von jeweils mindestens einem Halogen-Atom mit organischen Substanzen wie Chlor, Brom, Jod oder Fluor bestehen.
Halogene werden als Konservierungsstoffe eingesetzt. Halogenorganische Verbindungen weisen ein erhebliches Allergiepotenzial auf, manche sind krebserregend.
Halogenorganische Verbindungen können sich Farben und Tapeten (Druckfarben, Papierbleiche) befinden..
Isothiazolinone
Isothiazolinone sind organische Verbindungen, die durch ihren biozide Wirkung häufig als Konservierungsmittel in wässrigen Dispersionsfarben und Lacken zum Schutz vor Zersetzung durch Bakterien und Pilze eingesetzt werden.
Teilweise werden sie auch als Holzschutzmittel verwendet und zur antimikrobiellen Ausrüstung von Textilien eingesetzt.
In Dispersionsfarben werden in der Regel die Gemische CMIT/MIT und MIT/BIT eingesetzt. Der Blauer Engel legt als Grenzwerte eine maximale Konzentration für CMIT/MIT von 50 ppm und für MIT/BIT von 200 ppm fest.
Isothiazolinone haben eine hohe Toxizität für Gewässer und können bei direktem Kontakt oder über die Luft Allergien auslösen sowie Augen und die Haut reizen. Als besonders sensibilisierend gilt die Gruppe der Chlorisothiazolinone.
Phenol
Phenole sind organische Verbindungen mit mindestens einer sogenannten Hydroygruppe (OH). Phenol ist ein Derivat von Benzol. Phenol wirkt bakterizid und hatte einige Zeit seinen Einsatz auch als Antiseptikum.Phenol kann Verätzungen verursachen und wirkt als Nervengift.
Bereits mit Meldung vom Juni 2004 warnte das Magazin Computerbild vor hohen Phenolabgaben durch Computermonitore: Bei 8 getesteten Geräten überstiegen die Werte der Phenolabgabe einiger Geräte den empfohlenen Grenzwert des Berufsgenossenschaftlichen Institutes für Arbeitsschutz um bis zum 2,2 fachen!
Das Einatmen der giftigen, phenolhaltigen Dämpfe führt zu Kopfschmerzen und Müdigkeit - ein an Bildschirmarbeitsplätzen häufig zu beobachtendes Phänomen (das sich er nicht nur auf Phenol zurückgeführt werden kann).
Die Lösungsansätze:
- Austausch entsprechender Monitore
- Kontinuierlich (Zwangs-)belüftung
- die luftreinigende Wandfarben von ARTA
Pigmente
Pigmente werden an die farbproduzierende Industrie in sogenannten "Präparation" geliefert. Dabei handelt es sich um hochkonzentrierte, fließfähige Pasten, die den Basistönen in genau festgelegten Rezepturen beigemischt werden. Einige der wässrigen Dispersionsfarbstoffe haben dabei allergisierendes Potenzial. So gibt das Magazin Ökotest (Glossar Ausgabe Juni 2009) die Produkte Dispers-Rot 1, Dispers-Orange 3, Dispers-Blau 106/124, Dispers-Braun 1 und Dispers-Gelb 3 als allergisierende Dispersionsfarben an. Dispers-Gelb 3 stehe zudem im Verdacht, Krebs zu erregen.
Pyrethroide
Pyrethroide werden seit Anfang der 80er Jahre bei Textilien aus Wollfasern eingesetzt, um vorbeugend gegen Mottenbefall zu schützen. Die vermeintlich gesunden und naturbelassenen Werkstoffe werden so oft zu echten "Schadstoffschleudern". Die Schadstoffe gelangen überwiegend mit dem Textilabrieb (Staub) in die Raumluft und damit in die Atemwege. Ab 3 mg/kg Hausstaub sind deutliche gesundheitliche Belastungen spürbar: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen und Hautreizungen bilden bei den Beschwerden die "Vorhut", bei längerer oder intensiverer Einwirkung ist mit massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu rechnen.
