Wissenswertes
"Wenn Wohnen krank macht" Sendung BF vom 11.03.2012
Einen interessanten Beitrag zum Thema Schadstoffe sendete der Bayerische Fernsehen im Rahmen seiner Sendereihe „Faszination Wissen“ am So, 11.03.2012 um 21:15 Uhr unter dem Titel „Schimmel, Lacke, Lösungsmittel - Wenn Wohnen krank macht“. Weiterlesen …
Völlig neuer Dämmstoff für Innendämmung
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Weiterführende Informationen
Der ARTA Wärmedämmrechner
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Fogging
Das Rätsel der schwarzen Wände
Das so genannte „Fogging-Phänomen“, massive schwarze und schmierige Beläge an Wänden und Decken, macht Wohnräume zum Alptraum von Mietern und Eigentümer. Eine akute Gesundheitsgefahr besteht durch Fogging selbst nach gegenwärtigem Kenntnisstand zwar nicht, die Ursache der Ablagerung selbst hingegen, die sogenannten SVOC, sind alles andere als gesund. Fogging ist daher stets ein Hinweis darauf, dass Schadstoffe in der Raumluft sind.
Schmierige Beläge
Das als „Fogging“ bezeichnete Problem tritt seit Mitte der 1990er Jahre auf und äußerst sich in schwarzen schmierigen Belägen an Wänden und Decken. Besonders während und nach der Heizperiode werden die Beläge innerhalb kürzester Zeit sichtbar, vor allem, wenn in den Räumen umfangreichere Renovierungsarbeiten erfolgten. Das genaue Entstehen ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird aber durch bestimmte Einflussfaktoren begünstigt, die allerdings nicht gleichzeitig gegeben sein müssen.
Ursachen für Fogging
Nach Renovierung oder Erstbezug, dem Kauf neuer Möbel, neuer Teppiche oder anderem gasen beispielsweise schwerflüchtige organische Verbindungen aus, die langsam und über einen längeren Zeitpunkt in die Raumluft entweichen. Diese häufig als SVOC (Semi-Volatile Organic Compounds) bezeichneten Verbindungen entweichen aus Weichmachern in Farben, Lacken, PVC-Bodenbelägen, Möbelfolien und anderen Kunststoffen. In der Raumluft lagern sie sich an kleinste Staubpartikel an und verkleben mit diesen zu größeren Staubteilchen. Durch Luftzirkulation werden diese erfasst und bevorzugt an kalten Oberflächen abgelagert. Der dadurch entstehende schmierige Belag erscheint schwarz.
Die SVOC
Teilweise können die Ablagerungen so drastische Dimensionen erreichen, dass die Wohnungen wie verbrannt aussehen. Damit es zu einem „Fogging“ kommen kann, müssen aber verschiedene Faktoren aufeinander treffen. Begünstigende Faktoren sind Renovierungsarbeiten (Entweichen von SVOC), Raumausstattung mit PVC, Vinyltapeten und anderen weichmacherhaltigen Produkten. Die Beläge können aber auch auf Verbrennungsprozesse zurückzuführen sein.
Seit den 90er Jahren finden die SVOC verstärkt Anwendung, da sie anstelle der stärker gesundheitsgefährdenden Lösemittel in Bau- und Renovierungsprodukten eingesetzt werden. Da sie als lösemittelfrei deklariert werden können, gelten sie als umweltfreundlich. Durch den verringerter Luftaustausch durch gut gedämmte Gebäudehüllen nach der Wärmeschutzverordnung von 1995 und der Energiesparverordnung von 2002 werden sie aber oft nicht mehr ausreichend nach außen abgegeben.
Abhilfe
Oft kann schon das Ausschalten eines Faktors, der zum Fogging führte, ausreichen, um Abhilfe zu schaffen. War die Ursache die ursprünglich verwendete Wandfarbe, wird der Effekt nicht mehr auftreten, wenn man im Zuge einer Sanierung eine entsprechende ARTA Raumgesund-Wandfarbe verwendet wird. Auf jeden Fall sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden, damit eine ordnungsgemäße Sanierung das Fogging-Risiko minimiert.
Nochmal im Überblick: Fogging entsteht, weil...
Faktoren, die Fogging begünstigen:
- die Räume sind neu gebaut oder erst vor kurzem renoviert worden
- die meisten betroffenen Räume enthalten Teppichböden und Raufasertapeten
- die Räume werden wenig gelüftet oder nicht bewohnt
- in den Räumen werden häufiger Kerzen angezündet
- die Räume enthalten relativ viele Materialien, die sich elektrostatisch aufladen können
