Wissenswertes
"Wenn Wohnen krank macht" Sendung BF vom 11.03.2012
Einen interessanten Beitrag zum Thema Schadstoffe sendete der Bayerische Fernsehen im Rahmen seiner Sendereihe „Faszination Wissen“ am So, 11.03.2012 um 21:15 Uhr unter dem Titel „Schimmel, Lacke, Lösungsmittel - Wenn Wohnen krank macht“. Weiterlesen …
Völlig neuer Dämmstoff für Innendämmung
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Weiterführende Informationen
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Holzschutz im Außenbereich
Holz im Außenbereich - Schutzwürdig, Schutzbedürftig
Historische Fassaden werden durch den Wechsel von Putz und Holz bestimmt. Ob beim Fachwerk, schön geteilten Fenstern oder mit Schnitzereien verzierten Türen, immer wirkt Holz atmosphärisch und wohnlich. Heute geht der Trend zum regenerativen Bauen. Holz wird wieder vermehrt im Außenbereich eingesetzt. Wer sich etwas gönnt, wählt auch im Neubau Holzfenster und -türen. Holz wird für Dachuntersichten wie für Balkongeländer verwendet. Fassaden aus dem regenerativen Baustoff sind ökologisch und schön. Auch in der Nähe des Hauses wird es gerne als gestaltendes Element eingesetzt. Es lässt Pergolen, Carports, Zäune sowie Sicht- und Windschutz Teil der Natur werden.
UV-Strahlung und Feuchtigkeit
Holz ist ein komplexes Naturprodukt, das im Wesentlichen aus Zellulosen und Lignin besteht. Das Lignin verleiht ihm seine ausgeprägte Festigkeit. Durch UV-Strahlung des Sonnenlichts wird es abgebaut, das Holz vergraut. Die Witterung schließlich beansprucht Holz durch Feuchtigkeit. Diese bewirkt, dass das Naturmaterial quillt und wieder schwindet – es reißt, wodurch mehr Feuchtigkeit eindringen kann. Ein Teufelskreislauf entsteht, der Platten aus Holzwerkstoffen besonders schnell zerstört. Ohne Schutz würde auch Vollholz den Weg eines jeden organischen Materials gehen – durch Mikroorganismen und Pilze würde es abgebaut werden.
Schützende Malerarbeiten
Eine wichtige Voraussetzung für die Dauerhaftigkeit von Holz ist der konstruktive Schutz. Das heißt, dass durch angemessene Konstruktionsdetails wie Dachüberstand, Fensterbrett oder Vordach der Kontakt mit Wasser reduziert wird. Verhindert werden kann er nicht. Deshalb muss die Oberfläche fachgerecht behandelt werden. Malerarbeiten schützen sowohl physikalisch als auch chemisch vor zerstörerischer Feuchtigkeit und schädigender UV-Strahlung. Zudem verbessern sie die optischen, dekorativen und haptischen Eigenschaften von Holz.
Materialgerechte Schutzsysteme
Je nach Anforderung wählt der Fachmann das passende Schutzsystem deckend oder lasierend aus. Nicht miteinander verbundene Holzteile wie Zäune – so genannte nicht maßhaltige Holzbauteile – benötigen den geringsten Schutz. Begrenzt maßhaltige Holzbauteile wie Carports, Nut- und Federbretter sowie Fachwerk müssen besser geschützt werden, sie dürfen weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Maßhaltige Bauteile wie Fenster oder Türen vertragen nahezu keine Feuchtigkeit. Sie werden am aufwendigsten geschützt.
Die DIN EN 927 gibt Empfehlungen für die Wahl der Oberflächenbehandlung in Abhängigkeit der erforderlichen Maßhaltigkeit des Holzbauteils und seiner Wetterbeanspruchung. Ein materialgerechter Systemaufbau besteht aus geeigneten Beschichtungsstoffen. Sie müssen fachgerecht aufgetragen und regelmäßig gepflegt werden. Eine Wartung stellt Alterungserscheinungen rechtzeitig fest, so dass sie behoben werden können und Folgeschäden verhindert werden. Das erspart bares Geld.
Rechtzeitige Planung
Für effektiven Schutz ist eine rechtzeitige Planung notwendig. Wenn beispielsweise eine Holzfassade angebracht ist, kann sie nicht mehr auf der Innenseite geschützt werden. Das muss gegebenenfalls vorher geschehen. Ansonsten muss eine diffusionsoffene Beschichtung gewählt werden. Die Beschichtungen für Dachuntersichten aus Seekieferplatten müssen sowohl das Holz, als auch die Oberfläche fungizid schützen. Und so manche Holzwerkstoffe sind trotz wasserfesten Klebers nur bedingt oder gar nicht für den Außenbereich geeignet.
Reparatursysteme
Durch den Einsatz von Holzreparaturmassen, lassen sich auch stark in Mitleidenschaft gezogene Holzteile wie Wetterschenkel sanieren. Selbst ganze Holzstücke können ersetzt werden. Kopf- und Stirnholzversiegelungen vergrößern den Widerstand gegen die Witterung.
Vielfältige Innovationen
Neuartige Lichtschutzadditive - ähnlich wie in modernen Sonnenschutzcremes - sind in der Lage, den Abbau des Lignins zu verlangsamen. Mit ihnen ausgestattete, transparente Lasuren lassen die charakteristische Holzmaserung sichtbar und schützen dennoch vor aggressivem UV-Licht.
Bei pigmentierten Holzlasuren setzen edle Grautöne die Trends. Durch hochwertige Kombinationen von Perlglanzpigmenten lassen sie Oberflächen wie natürlich vergraut wirken. Da sie reflektieren, schützen sie hervorragend vor Sonnenlicht. Aluminiumbronze als Pigment in einer Effektlasur wirkt ähnlich.
Ganz neu auf dem Markt sind Katalysator-Beschichtungen, die Holz vergrauen. Selbst in sonnen- und wettergeschützten Bereichen erhalten Fassaden so schnell und gleichmäßig eine edle Patina. Der Fachmann verarbeitet sowohl die innovativen, als auch traditionelle Produkte gekonnt, so dass sie dauerhaft schützen und einen hohen ästhetischen Wert bewahren.
