Wissenswertes
"Wenn Wohnen krank macht" Sendung BF vom 11.03.2012
Einen interessanten Beitrag zum Thema Schadstoffe sendete der Bayerische Fernsehen im Rahmen seiner Sendereihe „Faszination Wissen“ am So, 11.03.2012 um 21:15 Uhr unter dem Titel „Schimmel, Lacke, Lösungsmittel - Wenn Wohnen krank macht“. Weiterlesen …
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Weiterführende Informationen
Der ARTA Wärmedämmrechner
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Elektro-Installationen
Elektro-Installationen im Privathaushalt
Elektro-Installationen sind der Schlüssel dazu, Strom im Wohnhaus, Industrie und Gewerbe in ausreichender Menge, Qualität und Anschlussstellendichte bereitzustellen.
Dazu gehören temporäre Stromverteiler (wie zum Beispiel Baustromverteiler), Wechselstromversorgung im privaten Haushalt, aber auch Mittelstromanlagen in Industrie und Gewerbe
Alt- und Neubau - eine Bestandsaufnahme
Gerade in älteren Gebäuden sind die Elektroinstallationen heute oftmals nicht mehr zeitgemäß, manchmal sogar völlig überfordert. Das liegt letztlich vor allem an der extrem gestiegenen Zahl der Stromverbraucher im privaten Haushalt.
Noch bis 1973 waren die Verkabelung abseits der Wirtschaftsräume häufig gerade einmal für eine Beleuchtung sowie 2 bis 3 gelegentliche Verbraucher ausgelegt (wie Staubsauger, Hörfunkgeräte). Entsprechend sparsam konnte mit dem Kabelquerschnitt und damit der zulässigen, durchfliesenden "Strommenge" umgegangen werden.Soweit eine Erdung angebracht wurde erfolgte diese über den Neutralleiter (der in dieser Funktion dann die Wirkung des Nullleiters= Schutzleiter mit übernimmt). Seit dem Erscheinen der DIN VDE 0100 1973 sind solche (neu-)Installationen nicht mehr zulässig.
Mittels Kabelverlängerungen und Mehrfachsteckern wird in älteren Wohnungen heute die Stromversorgung dann überall dort "sicher-"gestellt, wo sie gebraucht wird: Für zusätzliche Stehlampen, Fernseher und Hifi-Anlage, PC, WLAN und Funktelefon, Akkuladegeräte (Handy, Foto) Mikrowelle, Staubsauger, Wasserkocher, Toaster, Mixer, Entsafter und so weiter. Kein Wunder, wenn die alten Verkabelungen irgendwann überfordert sind - nur die alte Schmelzsicherung im spärlichen Sicherungskasten verhindert dann Schlimmeres. Ca. 10 – 15 % der Wohnungsbrände werden heute durch Schwelbrände der Elektroleitungen und durch defekte Hausgeräte verursacht.
Bedauerlicherweise findet sich in modernen Neubauten nicht selten eine
ähnliche Entwicklung. Aus falsch verstandener Sparsamkeit wird in der
Bauphase die Verkabelung unterdimensioniert, einzelne Räume mit zu
wenig Anschlussstellen für Schaltern, Steckdosen, Beleuchtungsauslässe,
Kommunikationseinrichtungen versehen.
Dabei sind - bei sorgfältiger Planung - die Mehrkosten weit unter dem, was eine spätere Nachrüstung kosten würde.
Daher haben wir Ihnen an dieser Stelle einige Dinge zusammen gestellt, die Sie überlegen können, wenn Sie im privaten Bereich die Elektro-Installationen erneuern oder planen wollen.
Wohn-/Schlaf-/Kindbereiche
Anschlüsse für TV (Strom, Kabel, Sat - aber auch Suround-Sound, Sat-Receiver, DVD-Video, Decoder). Soll diese Steckdosenreihe über einen integrierten Schalter über komplett vom Netz getrennt werden? (Alternativen sind Totalausschalter oder Bussysteme)
Radiowecker (bevorzugt nicht im unmittelbaren Kopfbereich - besser Geräte mit Fernbedienung verwenden)
Abgeschirmte Kabel im Schlafbereich?
Kindersicherung in Steckdosen integriert
Leicht zugängliche Steckdose im Bereich der Zimmertür (Staubsauger)
Steckdosen für frei stehende Leuchten
Steckdosen beim Schreibtisch (für Spotbeleuchtung, PC (mit Überspannungsschutz); gegebenfalls Anschlüsse für Datentechnik (LAN).
Panikschalter im Schlafzimmer (beleuchtet zum Beispiel den gesamten Garten); bei elterlichen Bett evt. auch Totalausschalter.
Anschluss Telefon, bei Funktelefon mit Steckdose (achten Sie bei DECT-Telefonen auf Geräte, die ihre Sendeleistung reduzieren, wenn sie in der Ladestation liegen). Funktelefone sollten nicht in Kopfnähe des Bettes sein.
Lichtschalter neben der Zimmertür sowie beim Bett (alternativ mit Fernbedienung)
Planen Sie Spotbeleuchtungen, Bilderleuchten, beleuchtete Schrankelemente oder den Betrieb von Zimmerbrunnen oder Lichtakzenten auf Fensterbänken? Vielleicht kennen Sie sogar schon den geplanten Platz für einen elektrisch beleuchteten Weihnachtsbaum.
Vielleicht schätzen Sie es, wenn mehrere Lichtschalter die gleichen Lampen schalten, dass sie dennoch immer in der gleichen Ausgangsstellung stehen? Dann planen Sie (auch dimmbare) Taster ein.
Beachten Sie auch besonders im Schlaf- und Kindbereich eine Rauch/Brandmeldeeinrichtung.
Küche
Anschlüsse für Dunstabzugshaube (Beachten sie, das bei vielen Dunstabzugshauben der Ein-Ausschalter die Dunstabzugshaube nicht vollständig vom Netz trennt, da in den meisten Fällen eine Beleuchtung integriert ist; hier bietet sich aus Brandsicherheitsgründen ein zusätzlicher Netzfreischalter an separater Stelle an!)
Anschlüsse für Herd, gegebenfalls an getrennter Stelle Backofen.
Steckdosen für Kühlschrank, Geschirrspüler, Mikrowelle sowie gegebenfalls Radio, Kaffemaschine (bei Espressomaschinen evt. auch auf Wasseranschluss achten) ferner ausreichend für alle Arbeitsgeräte in der Nähe der Arbeitsfläche: Mixer, etc - sehen Sie wenigstens 3 Steckdosen vor.
Steckdosen Nähe Esstisch für Toaster, Warmhalteplatten, Elektrogrill etc.
Planen Sie eventuell eine spätere Klimatisierung?
Wirtschaftsraum
Bad
Für warme Füsse am Morgen ist eine elektrische Flachbettheizung unter den Fliesen eine sehr schnelle Möglichkeit, Behaglichkeit in das Bad zu bringen.
Strom-Anschlüsse in der Nähe der Badezimmer-Handtuch-Heizung ermöglichen auch im Sommer bei abgeschalteter Heizzentrale trockene (und damit länger frische) Handtücher.
Gegen beschlagene Spiegel nach dem Duschen hilft ein Abluftsystem oder ein beheizbarer Badezimmerspiegel.
Wer es morgens gerne etwas lebhafter hat denkt auch an Anschlüsse für Radio/ TV im Bad.
Außerdem nicht vergessen: Ausreichend Steckdosen für elektrische Akkuzahnbürste, Akkurasierer, Munddusche und Föhnen. Drei bis vier Steckdosen sind da schnell gleichzeitig in Betrieb.
Gesamtgebäude
Sollen zentrale Total-Ausschalter eingerichtet werden? Wenn ja, sollen diese statisch festgelegt oder programmierbar sein?
Sollen elektrische Rolläden nachrüstbar sein (evt. mit Bussystem?)
Planen Sie eventuell elektrisch und Witterungsabhängig betriebene Verschattungssysteme?
Garten
Denken Sie bei der Zuwegebeleuchtung daran, auch die Bereiche im Umfeld so großzügig auszuleuchten, das keine Dunkelfelder entstehen - dass schafft Sicherheit und auch ein gutes Gefühl, wenn sich dort niemand im Dunkel verstecken kann. Kombinationen aus Lichtschaltern und Bewegungsmeldern leisten hier ein Übriges.
Im Gartenbereich benötigen Sie (auf jeden Fall mit FI-Schutz) Steckdosen für Heckenschere und (evt.) Rasenmäher, eventuelle Party- oder Weihnachtsbeleuchtung und eventuell zur Standheizung bei entsprechend ausgerüsteteten PKWs.
Haben Sie steile Auffahrten? Dann planen Sie eine Auffahrtheizung ein. Bedenken Sie auch eventuell später angelegte Teich-/Springbrunnenanlagen (die sich elegant durch versenkte Lampen in Szene setzen lassen).
Haben sie einen Ziergarten und möchten einzelne Bereiche/ Pflanzen im Dunkel ausleuchten? Und nicht vergessen: Eine beleuchtete Hausnummer hilft (vor allem im Notfall) Ihr Haus schneller zu finden.
Zu guter Letzt
Diese Anregungen sind nur ein Teilauszug der Fragen, die wir mit Ihnen bei der Planung Ihrer Elektroinstallation besprechen. Dazu kommen natürlich noch einige Fragen, die für die Technik im Hintergrund wichtig sind. Auch Fragen in Sachen Komfort, vernetzter Haustechnik, Alarmtechnik etc. werden wir gerne mit Ihnen besprechen.
